Was ist Tai Chi Chuan ?

Tai Chi heisst übersetzt das höchste Prinzip oder die Lehre von Yin und Yang. Es benennt eine alte chinesische Bewegungskunst, die seit Jahrhunderten in China praktiziert wird. Aufgrund ihrer wohltuenden Wirkung auf die Gesundheit hat sich das Tai Chi Chuan (Chuan=Faust) im Laufe der Zeit überall auf der Welt verbreitet, und auch in Deutschland findet es immer mehr begeisterte Anhänger.
Bei dieser leicht zu lernenden Bewegungskunst werden eine Reihe von weichen, runden und zeitlupenartigen Bewegungen durch fließende Übergänge zu einer kontinuierlichen Bewegungsabfolge, der Form, miteinander verbunden.
Die Form besteht aus drei Teilen: Die Erde mit Basisübungen des Tai Chi Chuan, der Himmel mit aufbauenden Techniken und der Mensch, der diese beiden miteinander verbindet.
Neben der reinen Handform gibt es außerdem Energieübungen (Qi-Gong), Waffenformen (z.B. Säbel, Schwert, Stock und Speer), sowie Partnerübungen und Partnerformen (Push Hands und San Shou).
Tai Chi Chuan ist Heilgymnastik und zugleich Meditation in Bewegung. Darüberhinaus ist es gemäß seines Ursprungs auch Selbstverteidigung und Kampfkunst.
Es gibt verschiedene Tai Chi Stile, die jeweils nach den Familien benannt sind, in denen sie entwickelt wurden. Der bekannteste unter ihnen ist der Yang-Stil. Er wurde vor rund 200 Jahren von Großmeister Yang Lu Chang begründet, der die Form erstmals öffentlich unterrichtete. Sein Enkel, Yang Cheng Fu war zu Lebzeiten der berühmteste und bekannteste Meister des Yang-Stiles.
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